Beihilfe für eine Kniegelenksendoprothese

Wenn bei einer Implantation einer Kniegelenksendoprothese nur eine teilweise subtotale Synovektomie durchgeführt wird, ist nach der Rechtsprechung Nr. 2112 GOÄ nicht ansetzbar (Urteil des VG Stuttgart vom 12.02.2014, Az: 12 K 3989/13).

Das Gericht verwies in seiner Begründung auf den Beschluss des Gebührenordnungsausschusses der Bundeärztekammer vom 08.11.2002. Danach soll für die Berechenbarkeit der Nr 2112 GOÄ gelten, dass die komplette Entfernung des Stratum synoviale enschließlich der hinteren Kapselanteile zur Implantation einer Kniegelenksendoprothese methodisch nicht erforderlich sei und in Fällen einer degenerativ bedingten Gonarthrose ohne Vorliegen einer ausgeprägten chronischen Synovialitis nicht indiziert sei. Die Nr. 2112 GOÄ sei neben der Nr. 2153 GOÄ nach totaler oder subtotaler Synovektomie eine eigenständige Leistung und und nicht Teil der Knieoperation als Zielleistung.

Schließlich war für das Gericht im vorliegenden Einzelfall nach einem Gutachten nicht ersichtlich, dass die durchgeführte Synovektomie über den ohnehin grundsätzlich notwendigen Umfang hinausging.

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